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YChurch will in Weil ein Spiegelbild der Vielfalt in der Stadt werden

Die YChurch, ein Angebot der Johannesgemeinde, will sich in Weil am Rhein weiter öffnen. Nachdem das Coronavirus das Gemeindeleben gestoppt hat, nimmt es nun so langsam wieder Fahrt auf.

 

n der YChurch an der Johannesgemeinde steckt einiges an Potenzial – das haben Kathrin Husser und Jonathan Grimm erst dieser Tage wieder unter Beweis gestellt, als sie Pfarrer und CVJM-Aktive beim Hybrid-Studientag zusammenbrachten und dabei einen intensiven Austausch über die Zukunftsfähigkeit von Kirche, aber auch über die Frage, wie innovative Menschen für die Sache des Glaubens gewonnen werden können, anregten.

 
YChurch
Die Gemeindediakone Kathrin Husser und Jonathan Grimm bauen die YChurch auf. Foto: Regine Ounas-Kräusel
 

Dass gerade die YChurch in Weil das Treffen, das im wesentlichen "hybrid" via Videokonferenz im Netz stattfand, mitorganisiert hat und es auch vom neuen Weiler Gemeindehaus aus moderiert wurde, kommt dabei nicht von ungefähr. Der Versuch, mit der YChurch neue Wege zu gehen, gehört zu den Aufgaben, denen sich die beiden Diakone und CVJM-Sekretäre seit Oktober, seit ihrer Berufung nach Weil am Rhein, verschrieben haben und die nun durch Corona zunächst einmal völlig ausgebremst wurde. "Mitten in der Startphase wurde da auf Pause gedrückt", schildert Kathrin Husser, was sie erlebt hat.

Um den Kontakt zu den neuen Besuchern zu halten, die sich bereits um die Johannesgemeinde und die YChuch zu scharen begannen, habe man versucht, etwa per Video-Chat Gesprächskreis anzubieten. Es habe da aber wohl eine gewisse Müdigkeit eingesetzt, so Husser. Das könne auch damit zu tun haben, dass gerade die, die ins Homeoffice geschickt wurden, wenig Lust verspürten, auch noch ihre Freizeit mit digitalen Sitzungen zu verbringen. Bemerkenswert sei hingegen gewesen, dass vor allem ältere Gemeindemitglieder Halt bei der Kirche suchten, während Jüngere dann doch aus Vorsicht den Einladungen fernblieben.

Optimale Voraussetzungen im Gemeindezentrum

Erst langsam komme wieder Gemeindeleben auf, erklärt Husser, nachdem sie und Jonathan Grimm zunächst versucht hätten, Kontakte auf das nötigste zu reduzieren. "Wir wollten in keinem Fall Gefahr laufen, ein neuer Infektionsherd zu sein", erklärt sie den vorsichtigen Neubeginn. Inzwischen gebe es aber wieder sonntägliche Gottesdienste – wenn auch ohne das bisher übliche gemeinsame Mittagessen im Anschluss.

Die Gottesdienste feiere man im Übrigen bei offener Türe, was sowohl die Durchlüftung der Räume erleichtere, aber auch als Zeichen zu verstehen sei, sich für die Stadt zu öffnen – eine Bewegung, die in den kommenden Wochen noch größer werden soll. So sei ein regelrechter YSummer in Vorbereitung. Zu dem will die YChurch mit ganz verschiedenen Veranstaltungen auf das weitläufige Gelände der Johannesgemeinde einladen. "Da haben wir hier optimale Voraussetzungen", freut sich Husser auf den Start.

Kontakte nach Kandern geknüpft

Ganz nebenbei werde auch kräftig am Netzwerk gebastelt: So konnten Kontakte zur Schallwerkstatt in Kandern geknüpft werden, was schon bald in den Gottesdiensten hörbar werden soll. Neue Ideen gebe es auch für die Arbeit mit den Konfirmanden und nicht zuletzt gebe es auch enge Verbindungen zu Initiativen im Landkreis. Ziel sei es, in der Johannesgemeinde Platz für möglichst viele Ideen zu schaffen, so dass sich im Gemeindeleben die Vielfalt der gesamten Stadt und ihrer Bewohner widerspiegeln könne.

 

Autor: Ulrich Senf

 

 

Quelle: www.badische-zeitung.de